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RVV-Linie 8 ab Irlbach

26.07.2017 Die RVV-Linie 8 wird künftig einmal pro Stunde die Irlbacher Grundschule ansteuern.

Die Verkehrsbelastung in verschiedenen Ecken unserer Gemeinde dominiert immer wieder Bürgerversammlungen und Bürgersprechstunden oder gibt Anlass für Leserbriefe. In der Tat nahm das Verkehrsaufkommen im Gemeindegebiet in den letzten Jahren stark zu. So fahren zum Beispiel seit der Inbetriebnahme der Ostumfahrung nach Haslbach etwa dreimal so viele Fahrzeuge durch Gonnersdorf als zuvor. Derzeit verzeichnen wir hier ein Verkehrsaufkommen von täglich knapp über 6.000 Fahrzeugen. Obwohl die Anwohner der Ortsdurchfahrtsstraßen von Irlbach und Grünthal durch die Weiterführung der Osttangente profitiert haben, ist auch hier die verkehrliche Belastung immens. Weiterhin nutzen etwa 5.000 Verkehrsteilnehmer täglich die Brandlbergstraße als Verbindungsweg zur Stadt Regensburg.

Wie kann hier Abhilfe geschaffen werden? Aktuell erstellt das Planungsbüro EBB für den Landkreis, die Stadt und das Staatliche Bauamt in Regensburg  eine Machbarkeitsstudie für die Optimierung der Verkehrsströme in und um Haslbach. Ziel ist es, die Ostumfahrung sinnvoll Richtung Bundesstraße weiterzuführen und zwischen Haslbach und Gonnersdorf eine neue B16-Anschlussstelle zu schaffen.  Natürlich lassen sich solche Mammutprojekte nicht  binnen kürzester Zeit bewerkstelligen. Vielmehr muss hier von einem Planungs- und Realisierungszeitrahmen von mehreren Jahren ausgegangen werden.

Um bereits heute für die betroffenen Anwohner an Kreis-, Staats- und Gemeindeverbindungsstraßen eine Entlastung zu generieren, setzen Bürgermeister Sebastian Koch und der Gemeinderat mit Vehemenz  auf den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Im letzten Jahr ist es bereits gelungen, die Busanbindung von Thanhausen und Fußenberg geringfügig zu verbessern. Insbesondere für Schülerinnen und Schüler, die in der Stadt nachmittags beschult werden, wird seit Herbst 2016 eine zusätzliche 35er-Linienfahrt nach Thanhausen  angeboten.

Ein weitaus bedeutenderer Wurf gelang der Gemeindepolitik nun jedoch mit der Verlängerung der Linie 8 bis Irlbach. Über Jahrzehnte hinweg war es nicht möglich, den Regensburger Verkehrsverbund (RVV) bzw. die Regensburger Verkehrsbetriebe (RVB) von dieser Lösung im Sinne des Ortsteils Irlbach zu überzeugen. Von Seiten der Stadt wurde stets argumentiert, dass die Linie 8 nun mal eine Stadtbuslinie sei und nur aufgrund einer einfacheren Wendemöglichkeit über die Hüttenstraße vom Keilberg nach Grünthal fahren würde.

Glücklicherweise hat man sich mittlerweile von dieser Art des Kirchturmdenkens verabschiedet und mit der Gemeinde Wenzenbach eine tragfähige Lösung für alle Beteiligten gefunden. Künftig wird die Linie 8 einmal pro Stunde die Irlbacher Grundschule ansteuern. Die Gemeinde wird einen Anteil der möglicherweise auftretenden Mehrkosten übernehmen. Derzeit rechnen wir mit einem finanziellen Aufwand für die Gemeinde in Höhe von 30.000 bis 40.000 € im Jahr. Den neuen Fahrplan hierzu können Sie diesem Amtsblatt entnehmen.

Perspektivisch ist uns daran gelegen, auch das Wohngebiet „Im Tal“ (Funclub) mit einer besseren Busanbindung zu versorgen. Grundsätzlich wäre denkbar, die Linie 8 zumindest einmal in der Stunde über die Brandlbergstraße in die Stadt zu leiten. Bürgermeister Sebastian Koch wird diesbezüglich weiterhin um Überzeugungsarbeit bemüht sein. Selbiges gilt für dringend notwendige Verbesserungen beim ÖPNV in Fußenberg. Nachdem nun Irlbach besonders gut ans öffentliche Busnetz angebunden ist, wäre es beispielsweise  sinnvoll, diesen Ortsteil häufiger mit der Linie 34 anzusteuern. Nach Einschätzung des RVV (bzw. der landkreiseigenen Nahverkehrsgesellschaft GFN) müsste für eine attraktive Anbindung von Fußenberg und Roith allerdings zunächst die Westumfahrung als Alternative zum „Nadelöhr“ Unterlindhofstraße realisiert werden.

Die wichtigste Info zum Schluss: Die Linie 8 wird zunächst lediglich probeweise für ein Jahr Irlbach ansteuern. Sollte dieses Angebot von den Irlbacherinnen und Irlbachern nicht angenommen werden, wird man vermutlich zu den alten Fahrplänen zurückkehren müssen. In diesem Sinne hoffen wir natürlich auf Ihre Bereitschaft, gelegentlich auf diese umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zum Auto umzusteigen. Unser mittlerweile verstorbener Bundespräsident Johannes Rau stellte eines absolut zutreffend fest:

„Die Bürger müssen wissen, dass in unseren Städten weniger Automobile nicht weniger, sondern mehr Lebensqualität bedeuten.“

Der neue Fahrplan kann auf der Homepage des Regensburger Verkehrsverbundes (RVV) unter folgendem Link heruntergeladen werden:

http://www.rvv.de/Fahrplan.n6.html

Foto: Ralf Strasser

Kategorien: Neuigkeiten