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Gemeinde Wenzenbach ist Vorreiterin in puncto Informationssicherheit!

08.04.2019 Elektronische Kommunikationsmedien und IT-Verfahren sind für eine moderne Verwaltung heutzutage unerlässlich. Selbstverständlich ist mit deren Nutzung aber auch die Frage nach einer verlässlichen IT-Sicherheit verbunden. Immer wieder ist jedenfalls zu lesen, dass Computer-Viren ganze Behörden lahm legen.

Auf kommunaler Ebene schlug vor allem ein Vorfall aus dem Jahr 2016 im Landkreis Kitzingen hohe Wellen. Nachdem ein Erpresser-Trojaner den Zugang zu wichtigen EDV-Daten versperrte, zahlte die Stadt Dettelbach eine Art Lösegeld.

Um Verwaltungen vor solch kriminellen Machenschaften besser zu schützen, hat der IT-Planungsrat von Bund und Ländern für staatliche und kommunale Behörden die sogenannte Informationssicherheitslinie erarbeitet, die der Etablierung eines einheitlichen und einvernehmlichen Mindestsicherheitsniveaus für deutsche Behörden dienen soll.

Die Gemeinde Wenzenbach hat sich frühzeitig mit dieser Thematik befasst und sich zur Implementierung eines Informationssicherheits-Managementsystems die Unterstützung der Realsteuerstelle Regensburg und des IT-Sicherheitsexperten Ralf Turban gesichert. Ein geeignetes und mit 50 Prozent staatlich bezuschusstes Instrumentarium zur Einführung eines solchen Systems stellt dabei „ISIS 12“ dar. Hierbei handelt es sich um ein vom Bayerischen IT-Sicherheitscluster entwickelten und softwareunterstützen 12-Schritte-Verfahren, welches gerade kleinen und mittelgroßen Institutionen wie der Gemeinde Wenzenbach den Weg zur Informationssicherheit erleichtert. Zielsetzung von ISIS 12 ist die Ein- und Fortführung eines Mindeststandards an Informationssicherheit im Kontext mit den neuen gesetzlichen Vorgaben aus dem Bayerischen eGovernmentgesetz.

Um das Verfahren erfolgreich zu durchlaufen, wurde in der Gemeinde Wenzenbach unter anderem eine Informationssicherheitsleitlinie als Dienstanweisung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erlassen. Um diese zusätzlich für datenschutz- und sicherheitsrelevante Belange zu sensibilisieren, wurde zudem eine umfassende Schulung durchgeführt. In Folge einer sehr ausführlichen Analyse der IT-technischen und organisatorischen sowie räumlichen Gegebenheiten in der Verwaltung wurden entsprechend eines ISIS12-Maßnahmenkatalogs ein Datensicherheitskonzept und ein IT-Notfall-Handbuch erstellt.

All diese Maßnahmen wurden nun im Rahmen eines mehrtägigen Sicherheitsaudits, das im Zuge von interkommunaler Zusammenarbeit auch von der Gemeinde Pentling beauftragt wurde, für gut befunden, sodass die Gemeinde Wenzenbach ein entsprechendes Datensicherheitszertifikat erhielt. Dieses nahm Bürgermeister Sebastian Koch von Auditorin Sabine Roeb-Vollmer (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen, Frankfurt am Main) Ende Januar stolz entgegen. Für ihn steht fest: „Mit diesem Qualitätssiegel belegen wir gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern, dass ihre Daten bei uns sicher und gut aufgehoben sind.“

Kategorien: Neuigkeiten

Bildbeschreibung: v. l. Josef Hirschinger (Informationssicherheitskoordinator im Rathaus), Ralf Turban (Fa. Mein-Datenschutzbeauftrager), Robert Hirschberger (Informationssicherheitsbeauftragter der Kommune von der Realsteuerstelle Regensburg), Sabine Roeb-Vollmer (Auditorin), Bürgermeister Sebastian Koch, Verwaltungsleiter Benjamin Leistner
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